Die Myxamöben /
Myxamoebae

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Myxamöben - das sind kleine Einzeller, die aus den Schleimpilzsporen schlüpfen. Vergleichbar sind sie mit herkömmlichen Amöben: Sie bestehen aus einer Plasmamasse ohne feste Zellwand (nur mit dünner Zellmembran), besitzen einen Zellkern, in welchem die DNA auf einem haploiden Chromosomensatz liegt und bewegen sich auf feuchtem Untergrund unter ständiger Nahrungsaufnahme fort, wobei sich ihre Gestalt kontinuierlich ändert.

Wie - die bewegen sich?!

Ja! Aber sie sind ganz harmlos und ihre Bewegung ähnelt auch eher einem Fließen. Ihre Bewegung ist auch nur eine Folge ihrer ständigen Nahrungsaufnahme, denn Amöben können immer fressen und tun das folglich auch. Ihr Zellplasma verflüssigt sich zur Nahrungsaufnahme an einer bestimmten Stelle (auch genannt "Pseudopodien" oder "Scheinfüßchen") und kleine Nahrungspartikel werden somit umflossen, in einer Nahrungsvakuole eingeschlossen und verdaut. Dieses Prinzip der Phagozytose funktioniert auch umgekehrt und heißt dann Exozytose ¹.

Und was sind nun Myxoflagellaten?

Ist eine Myxamöbe von sehr viel Feuchtigkeit umgeben, kann sie sich in einen Myxoflagellaten verwandeln. Dieser Vorgang kann bei schwindender Feuchtigkeit auch rückwärts ablaufen und aus einem Myxoflagellaten entsteht wieder eine Myxamöbe. Der Myxoflagellat unterscheidet sich insofern von der Myxamöbe, dass er an einem Ende zwei Geißeln besitzt (ähnlich wie eine Bakterie, die jedoch nur eine Geißel ausbildet; Myxoflagellaten sind also biflagellat). Die lange Geißel dient der Vorwärtsbewegung, der Flagellat kann also schwimmen. Die kurze Geißel dient zusammen mit der langen Geißel der Nahrungsaufnahme: Kleine Nahrungspartikel wie Bakterien werden durch Strudeln in eine Vertiefung gedrängt und von einer Vakuole umschlossen².

Und was, wenn es ganz trocken wird?

Verschwindet jegliche Feuchtigkeit, können sich Myxamöben in kleine Mikrozysten verwandeln. Sie schließen sich in eine kleine Kapsel ein und sind für eine gewisse Zeit überlebensfähig. Jedoch ist diese Überdauerungsform nicht so langlebig wie jene einer Spore. Treten wieder feuchtere Bedingungen ein, "schlüpft" die Myxamöbe aus ihrer Kapsel und lebt weiter.

Die Gametogamie

Damit aus Myxamöben und Myxoflagellaten nun kleine Schleimpilze entstehen, müssen sich zwei Gleichgesinnte vereinen. Dieser Vorgang der Gametogamie entspricht in etwa einer sexuellen Fortpflanzung. Zwei haploide Gameten verschmelzen dabei zu einer diploiden Zygote. Zu einer Gametogamie gehört die Plasmogamie und die Karyogamie. Aus der Zygote entwickelt sich schließlich langsam ein junges, diploides Plasmodium³.