Die Fruktifikation /
Frutification

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Fruktifikation - das klingt so fachsprachlich<

Ist es auch. Es bedeutet eigentlich nichts anderes als "Fruchtbildung" und bezeichnet den Reifeprozess eines Schleimpilzes. Am Ende der Fruktifikation steht ein Beutel voller Sporen (der intelligenterweise ebenfalls "Fruktifikation" genannt wird). Eine Fruktifikation bietet dem Experten die meisten und besten Möglichkeiten, eine Schleimpilzart von einer anderen zu unterscheiden, da hier die meisten Variationen auftreten. Im vorherigen plasmodialen Stadium kann es nämlich durchaus vorkommen, dass 20 verschiedene Arten ein sehr ähnliches, gelbes Plasmodium ausbilden.

Der Reifeprozess

Ist ein Schleimpilz am Ende seiner plasmodialen Erscheinungszeit angekommen, sucht er helle, exponierte Stellen auf. Hierbei kann es schon mal vorkommen, dass ein Schleimpilz auf eine Palme kriecht. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie eine Fruktifikation entsteht, unterschieden werden drei Typen. Anhand der Fruktifikation lassen sich Schleimpilze dann noch mal in vier Typen unterteilen.

Fruktifikationen können sehr verschieden aussehen. Manche sehen aus wie kleine Kügelchen, die eng aneinandersitzen, andere bilden lange Stiele aus, wiederum andere ähneln kleinen Bäumchen (=Kugeln auf Stielen). Auch anhand der Größe, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit lassen sie sich unterscheiden.

Die Bildung der Fruktifikation ist von Art zu Art unterschiedlich und man unterscheidet hier drei Unterklassen:

Die letzten beiden Unterklassen kann man bezüglich der reifen Fruktifikationen in vier Typen unterteilen:

Bei der Struktur der Fruktifikationen können ebenfalls große Unterschiede auftreten. Man differenziert die Fruchtkörper unter anderem nach dem Auftreten und der Form folgender Bestandteile:

Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Im Inneren befinden sich viele Millionen kleinster, haploider Sporen, die das Erbmaterial in die nächste Generation tragen¹.

Verbreitung

Um die Sporen in die Welt zu tragen, verlassen sich die Schleimpilze auf verschiedene Methoden. Manche setzen auf den Regen, der die Hülle der Fruktifikation aufplatzen lässt und die Sporen davon sprengt. Auch Insekten und keine Nagetiere können bei der Verbreitung helfen. Die meisten Sporen verbreiten sich jedoch über den Wind. Hierzu dienen dem Schleimpilz vor allem lange Stiele, welche die Sporenbeutel weit nach oben strecken. Manche Fruktifikationen bilden ein komplexes System an "Schleuderfädchen" (Capillitum) aus, welche die Sporen aus ihren Beuteln werfen. Sind die Sporen aus der Fruktifikation einmal befreit, beginnt der Kreislauf von neuem.

Hier nun ein paar Beispiele zu den unterschiedlichsten Arten von Fruktifikationen:

Arcyria denudata

Badhamia utricularis

Stemonitis fusca